FAQ’s

Sie haben die Fragen – Wir haben die Antworten.

Allgemeines

Welche Branchen setzen auf die Computertomografie?

Unser Portfolio reicht von der Kunststoff-, Automobil- und Uhrenindustrie, der additiven Fertigung, der Medizinaltechnik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, der Archäologie bis zur Kunst. Immer mehr Branchen und Unternehmen entdecken die Vorteile der industriellen Messtechnik für sich.

Wieso setzt die additive Fertigung je länger je mehr auf CT?

3D-Druck ohne Qualitätsprüfung? Das gibt es (noch). Der Sektor der additiven Fertigung wächst rasant. Die Qualitätsanforderungen und Sicherheitsansprüche steigen seitens der Anwender, ebenso die Komplexität der Teile. Die Computertomografie (CT) ist die einzige zuverlässige Technologie, um 3D-Druck-Defekte zu identifizieren und so die Qualität sicherzustellen.

Oftmals kommt die CT-Technologie schon vor der eigentlichen additiven Fertigung zum Einsatz, nämlich zur Prüfung des erhaltenen Rohmaterials. Dazu bietet sich die Pulveranalyse an. Dabei wird die Kornstruktur im Pulver an einer Volumen Probe bestimmt. Es können dabei Merkmale wie Volumen, Oberfläche und Kompaktheit für jedes einzelne Pulver Partikel quantifiziert werden. Je nach Qualität/Zustand des Pulvers können Lufteinschlüsse in den Partikeln, Verschmelzungen und Verschmutzungen sichtbar gemacht werden.

CT-Scan's sind teuer - oder nicht?

Oftmals wird die Computertomografie nicht in Betracht gezogen aufgrund des Vorurteils, dass diese Messanalyse teuer und aufwendig sei. Dies stimmt aber nur bedingt. Macht sich ein Hersteller beispielsweise Gedanken über die Anschaffung eines Computertomografen, dann rechnen sich Unterhalt und Wartung meist nur dann, wenn das Gerät sowie dessen Messtechniker optimal ausgelastet sind. Ist dies nicht der Fall, kann es sich lohnen, die Dienstleistung einzukaufen. Hierbei kommen wir als spezialisierter Messdienstleister zum Einsatz.

Des Weiteren gilt es auch zu beachten, dass mittels CT-Scan das Objekt vollständig digitalisiert wird. Auf diesen digitalisierten Daten können dann die unterschiedlichsten Auswertungen und Analysen durchgeführt werden. Das Bauteil muss dazu nicht mehr physisch vorliegen.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Messung von zusätzlichen Zeichnungsmerkmalen gewünscht sein, kann dies direkt auf dem ursprünglich erstellten CT-Datensatz ausgeführt werden. Oder möchte man nachträglich noch wissen, ob allenfalls Vakuolen an kritischen Stellen vorhanden waren, lässt sich dies ohne weiteres am vorhandenen CT-Datensatz analysieren.
 

Welche Materialien lassen sich mittels CT prüfen?

Grundsätzlich lassen sich sehr viele Materialien tomografieren. Also auch Teile z.B. aus Stahl können tomografiert werden. Da ein CT-Scan mit Röntgenstrahlung durchgeführt wird und die Bedingung ist, dass die Röntgenstrahlen die zu untersuchende Probe vollständig und in allen Richtungen durchstrahlen bzw. durchdringen kann, ist bei dichteren Materialien die maximale Wandstärke vorwiegend ausschlaggebend. Mit unseren CT-Systemen können wir Teile aus Stahl z.B. bis zu einer Wandstärke von ca. 20mm tomografieren. Bei Teilen aus Kunststoff liegt diese Grenze natürlich um ein Vielfaches höher, da sie eine wesentlich geringere Dichte aufweisen.

Müssen die Teile vor einem CT-Scan vorbehandelt werden?

Nein, es ist keine Vorbehandlung der Teile nötig und werden auch von uns nicht in irgendeiner Form vorbehandelt.

Mit welcher Genauigkeit können die CT-Daten ausgemessen werden?

Unsere CT-Systeme sind validiert gemäss VDI/VDE 2630, Blatt 1.3 und weisen eine Systemgenauigkeit von SD (TS) ≤ 3.8µm + L/100 aus. (SD: Kugelmittelpunktabstandsabweichung | L: Die zu messende Länge am Bauteil)

Beispiel: Ein zu messender Durchmesser von 50mm ist somit mit einer maximalen Längenmessabweichung von +/- 4.3µm behaftet.

Was ist der Unterschied von Auflösung und Genauigkeit?

Die Auflösung lässt in erster Linie einen Rückschluss auf die mögliche Detailerkennbarkeit zu. Sollen z.B. Poren mit einem Durchmesser von 0.2mm in einem Material gesucht werden, reicht eine Voxelgrösse (Auflösung) von ≥ 0.2mm nicht aus, um die gefundenen Poren verlässlich in ihrer Dimension bestimmen zu können, die Auflösung der CT-Daten sollte dann deutlich höher sein.

Die Genauigkeit gibt an, mit welcher maximalen Abweichung die Messergebnisse behaftet sein können (siehe Frage «Mit welcher Genauigkeit können die CT-Daten ausgemessen werden?»)
 

Bis zu welcher maximalen Bauteilgrösse kann man tomografieren?

Es lassen sich Bauteile mit einer Dimension von Ø 360mm und einer Länge von 400mm in einem CT-Scan tomografieren. Da das Bauteil während dem CT-Scan um 360° rotiert wird, kann man sich die maximale Dimension in Form eines Zylinders vorstellen. Grössere Bauteile können mit einem «Multiscan» tomografiert werden. Dabei werden mehrere CT-Scans über das Bauteil verteilt durchgeführt und anschliessend wieder zusammengesetzt. Die Grenze liegt grundsätzlich darin, dass das Bauteil noch in die Kabine des CT-Systems passt und für den Scan idealerweise um 360° rotiert werden kann.

Mit welcher maximalen Auflösung können CT-Daten erstellt werden?

Mit unseren CT-Systemen lassen sich Auflösungen von < 1µm realisieren. Dazu müssen aber einige Bedingungen berücksichtigt werden, wie z.B. Bauteildimension und Material.
 

Können mehrere Teile in einem CT-Scan tomografiert werden?

Ja, wenn es die geforderte Auflösung (Detailerkennbarkeit) der CT-Daten sowie auch die Bauteildimension und Dichte des Materials zulässt, können auch mehrere Bauteile in einem CT-Scan gleichzeitig tomografiert werden.
 

Unsere Dienstleistungen

Wann setzen wir auf das 2D-Röntgen?

Zum Beispiel bei der genauen Überprüfung von Lötstellen bei Leiterplatten oder zur vorgängigen Lokalisation eines vermuteten Defekts innerhalb einer Baugruppe, um danach mittels ROI (Region of Interest) 3D CT-Scan die Detailprüfung vorzunehmen. Es ermöglicht eine rasche Feststellung der Ursache und eignet sich daher auch für Inspektionen an grösseren Stückzahlen. Das Aussortieren von fehlerhaften Bauteilen lässt sich damit effizient lösen. Mehr
2D Röntgen

Was ist eine Faserverbundstoffanalyse?

Wir berechnen und visualisieren für Sie lokale und globale Faserorientierungen sowie Faservolumenanteile oder die Abweichung von einer definierten Referenzorientierung innerhalb eines Faserverbundwerkstoffes wie karbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) oder glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Bei laminierten Materialien prüfen wir die Ausrichtung der einzelnen Schichten oder die ausreichende Durchtränkung mit Harz am fertigen Bauteil. Mehr
Faserabweichung in 2D
Faserabweichung in 2D
Faserabweichung in 3D

Was ist eine Defektanalyse?

Wir prüfen hierbei ein Bauteil auf Lunker, Vakuolen und Fremdkörper. Die Porengrösse, das gesamte Defektvolumen oder die verbleibenden Materialquerschnitte lassen sich über das gesamte Bauteil ohne weiteres und genauestens mittels der industriellen Computertomografie ermitteln. Wir ermöglichen unseren Kunden eine interaktive Betrachtung dieser Defekte an beliebigen Stellen. Statische Schliffbilder sind passé – zumindest bei uns. Mehr
Defektanalyse

Was ist eine Wandstärkenanalyse?

Diese Messmethode zeigt Ihnen Dünnstellen oder Materialanhäufungen über das gesamte Bauteil, unabhängig von dessen Form – einschließlich komplexen, additiv gefertigten Formen. Das Ergebnis wird farblich und übersichtlich auf der Oberfläche dargestellt. Allfällige Problemstellen sind sofort erkennbar. Gerade bei Verpackungen von Medikamenten kommt dieses Verfahren oft zum Einsatz, um zu verhindern, dass der darin enthaltene Wirkstoff diffundiert. Mehr
Wandstärkenanalyse
Wandstärkenanalyse

Wann braucht es Nanofokus?

Kleinste Baugruppen, wie z.B. Sensoren, können dank Nanofokus auf innere Abweichungen oder Defekte (Risse, Schweissstellen etc.) zerstörungsfrei und hochauflösend geprüft werden. Durch die Verkleinerung des Brennflecks wird die Schärfe bei höherer Vergrößerung gewährleistet. Als führender CT-Dienstleister bieten wir Ihnen dies an und zeigen gerne die Möglichkeiten dieser Technologie – ein Anruf genügt.
3D Scan einer SIM Karte

Was kostet ein CT-Scan?

Bei einer Anfrage wird zum einen die Machbarkeit geprüft sowie die technische Möglichkeit, die die besten Ergebnisse liefert - dies natürlich unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Da die Anforderungen dabei sehr unterschiedlich ausfallen, gestalten sich auch die Aufwendungen sehr unterschiedlich. Daher kann diese Frage nicht abschliessend beantwortet werden. Rufen Sie uns an für Ihre konkrete Messanfrage.

Ihre Bedürfnisse

Wie erreiche ich es als Produzent maximal effizient zu sein?

Dabei können wir mittels Computertomografie behilflich sein. Dank der 100%ig vollständigen Erfassung des IST-Zustandes eines Bauteiles und der damit möglichen Analysen und Auswertungen (z.B. Wandstärkenanalyse, Visualisierung von Verzug, zerstörungsfreie Analyse auf Vakuolen, Ausmessung gemäss Zeichnung) wird es wesentlich einfacher sein, allfällig nötige Korrekturmassnahmen abzuleiten. Es wird sofort ersichtlich, in welche Richtung die Korrekturmassnahmen gehen und ob allenfalls noch weitere unterstützende Analysen oder Simulationen nötig sein werden (z.B. Füllsimulation), bevor die Korrekturen final umgesetzt werden. So lassen sich Korrekturschlaufen drastisch minimieren und erheblich Kosten einsparen. Dies hilft wiederum Ressourcen zu schonen und gleichzeitig sehr effizient das Ziel zu erreichen.
Lesen Sie in unseren Showcases, wie unsere Kunden ihre Effizienz steigern konnten.
Defektanalyse Vakuolen
Soll-Ist-Vergleich
CT
Strukturmechanik Simulation

Wie kann ich herausfinden, ob ein CT-Scan auch für unser Produkt in Frage kommt?

Wir beraten Sie in jeder Produktlebensphase, von der Entwicklung bis zur Produktion oder bei einer Optimierung. Wir bieten, wenn es sinnvoll ist, auch einen Testscan an und schauen die Ergebnisse mit Ihnen an. So sehen Sie die Möglichkeiten und welche Nutzen Sie daraus ziehen können. Haben Sie diese erst einmal kennengelernt, so sind wir uns sicher, dass die Computertomografie auch bei Ihnen fester Bestandteil der Qualitätssicherung sein wird.

Wie kann ich die Iteration einer Werkzeugkorrektur reduzieren?

Bei Verzug und Schwund, können wir anhand der CT-Daten auch direkt einfachere Korrekturdaten für den Formenbauer erstellen. Dabei werden kompensierte Werkzeugbereiche in ein CAD-System exportiert, welche direkt in die Werkzeugdaten übernommen werden können. Oder es wird ein kompensiertes CAD-Modell zur Aktualisierung des Master-CAD-Modells erstellt. Lesen Sie in unseren Showcases, wie unsere Kunden ihre Effizienz steigern konnten.