Computertomografie

Die komplett zerstörungs- und berührungsfreie Prüfung Ihres Bauteils macht sichtbar, was mit anderen Methoden nicht möglich wäre: verborgene Defekte, Strukturen im Innern oder komplexe Geometrien – eine 100-Prozent-Erfassung des IST-Zustandes.



Unsere CT-Anlagen sind für alle Wünsche in den Bereichen 3D-Mess- und Analysetechnik gewappnet. Sie arbeiten mit drei unterschiedlichen Röntgen-Technologien:
  • Die Mikrofokusröhre ist der bekannte Standard in der CT-Technologie.
  • Die High-Flux-Technologie setzten wir bei schwieriger tomografierbaren Bauteilen (z.B. bei dichteren Materialien) ein. Sie liefert eine bessere Datenqualität.
  • Der Fokuspunkt der Nanofokus-Röhre liegt, wie der Name schon sagt, im Nanobereich.
Anwendung
Die Computertomografie ist die aktuell detailgenauste Methode, um Bauteile vollständig zu digitalisieren. Sie ermöglicht etwa die Erstellung eines digitalen Zwillings, liefert Daten für einen Qualitätsnachweis, dient als Grundlage für ein Reverse Engineering oder für die additive Fertigung. Die erstellten Daten bilden die Grundlage für alle weiteren Auswertungen. Hier einige Beispiele: Erstmusterprüfung (auch nach ISO GPS), SOLL-IST-Vergleich, Baugruppenanalyse, Defektanalyse (Lunker, Vakuolen, Risse, Kollisionen), Wandstärkenanalyse, Faserverbundstoffanalyse, Ableitung Werkzeugkorrekturdaten, Erstellung einfacher 2D-Röntgenaufnahmen etwa für die Prüfung von Leiterplatten der Elektroindustrie.

Auf Qualität und Erfahrung setzen wir auch bei der Auswertungssoftware. Hier verwenden wir Volume Graphics VGSTUDIO MAX, GOM Inspect Pro und CALYPSO von Zeiss.

    Präzision in 3D

    Unsere zwei CT-Anlagen erfüllen alle Wünsche in der 3D-Messtechnik. Wir können eine noch höhere Detailerkennbarkeit bieten als Sie es sich vielleicht bisher von CT-Daten gewohnt sind.

    2D-Röntgenbilder

    Eignet sich ideal für Inspektionen an elektronischen Komponenten mit hohen Stückzahlen.

    Baugruppenanalyse

    Gibt zerstörungsfreien Einblick in Baugruppen und montierte Teile.

    Defektanalyse

    Lunker, Vakuolen oder Fremd­partikel? Mit unseren Prüfungen wissen Sie Bescheid.
    Welche Materialien lassen sich mittels CT prüfen?
    Grundsätzlich lassen sich sehr viele Materialien tomografieren. Also auch Teile z.B. aus Stahl können tomografiert werden. Da ein CT-Scan mit Röntgenstrahlung durchgeführt wird und die Bedingung ist, dass die Röntgenstrahlen die zu untersuchende Probe vollständig und in allen Richtungen durchstrahlen bzw. durchdringen kann, ist bei dichteren Materialien die maximale Wandstärke vorwiegend ausschlaggebend. Mit unseren CT-Systemen können wir Teile aus Stahl z.B. bis zu einer Wandstärke von ca. 20mm tomografieren. Bei Teilen aus Kunststoff liegt diese Grenze um ein Vielfaches höher, da sie eine wesentlich geringere Dichte aufweisen.
    Müssen die Teile vor einem CT-Scan vorbehandelt werden?

    Nein, es ist keine Vorbehandlung der Teile nötig und werden auch von uns nicht in irgendeiner Form vorbehandelt.

    Mit welcher Genauigkeit können die CT-Daten ausgemessen werden?

    Unsere CT-Systeme sind validiert gemäss VDI/VDE 2630, Blatt 1.3 und weisen eine Systemgenauigkeit von SD (TS) ≤ 3.8µm + L/100 aus. (SD: Kugelmittelpunktabstandsabweichung | L: Die zu messende Länge am Bauteil)

     

    Beispiel: Ein zu messender Durchmesser von 50mm ist somit mit einer maximalen Längenmessabweichung von +/- 4.3µm behaftet.

    Was ist der Unterschied von Auflösung und Genauigkeit?

    Die Auflösung lässt in erster Linie einen Rückschluss auf die mögliche Detailerkennbarkeit zu. Sollen z.B. Poren mit einem Durchmesser von 0.2mm in einem Material gesucht werden, reicht eine Voxelgrösse (Auflösung) von ≥ 0.2mm nicht aus, um die gefundenen Poren verlässlich in ihrer Dimension bestimmen zu können, die Auflösung der CT-Daten sollte dann deutlich höher sein. Die Genauigkeit gibt an, mit welcher maximalen Abweichung die Messergebnisse behaftet sein können.

    Bis zu welcher maximalen Bauteilgrösse kann man tomografieren?

    Es lassen sich Bauteile mit einer Dimension von Ø 360mm und einer Länge von 400mm in einem CT-Scan tomografieren. Da das Bauteil während dem CT-Scan um 360° rotiert wird, kann man sich die maximale Dimension in Form eines Zylinders vorstellen. Grössere Bauteile können mit einem «Multiscan» tomografiert werden. Dabei werden mehrere CT-Scans über das Bauteil verteilt durchgeführt und anschliessend wieder zusammengesetzt. Die Grenze liegt grundsätzlich darin, dass das Bauteil noch in die Kabine des CT-Systems passt und für den Scan idealerweise um 360° rotiert werden kann.

    Mit welcher maximalen Auflösung können CT-Daten erstellt werden?

    Mit unseren CT-Systemen lassen sich Auflösungen von < 1µm realisieren. Dazu müssen aber einige Bedingungen berücksichtigt werden, wie z.B. Bauteildimension und Material.

    Können mehrere Teile in einem CT-Scan tomografiert werden?

    Ja, wenn es die geforderte Auflösung (Detailerkennbarkeit) der CT-Daten sowie auch die Bauteildimension und Dichte des Materials zulässt, können auch mehrere Bauteile in einem CT-Scan gleichzeitig tomografiert werden.

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